Alexander Kanoldt

1881 Karlsruhe - 1939 Berlin

Als Sohn des spätklassizistischen Landschaftsmalers Edmund Friedrich Kanoldt (1845-1904) wird Alexander 1881 in Karlsruhe geboren.

Achtzehnjährig beginnt er an der dortigen Kunstgewerbeschule eine Lehre als Dekorationsmaler, wechselt aber 1901 an die Akademie der Bildenden Künste. Er setzt sich mit der Technik der Neoimpressionisten auseinander, die ihn zur Ausführungen von Farblithografien anregten.
1908 siedelt er nach München über, wo er ein Jahr später u.a. mit Alexej von Jawlensky (1864-1941) die "Neue Künstlervereinigung München" gründet, einem Vorreiter des "Blauen Reiter". Alexander Kanoldt beteiligt sich an deren erster Ausstellung 1909 in der Münchner Modernen Galerie von Heinrich Thannhauser. Seit 1913 ist er Mitglied der "Münchener Neuen Secession". Während des Ersten Weltkriegs leistet er als Offizier seinen Dienst. Während eines Italien-Aufenthaltes entstehen 1924 multiperspektivische Architekturlandschaften und kühle Raumdarstellungen. Diese Werke stellten einen Neubeginn in Kanoldts Schaffen dar. 1925 wird Alexander Kanoldt von Okar Moll (1875-1947) an die Breslauer Kunstakademie berufen, die er 1931 wieder verlässt.
Zusammen mit Karl Hofer (1878-1955) begründet er die "Badische Secession" in Freiburg und eröffnet 1931 eine private Malschule in Garmisch-Partenkirchen.
1932 ist er Mitglied der Münchner Künstlergruppe "Die Sieben" und nimmt an deren Ausstellungen teil. Der Künstler malt in dieser Zeit vorwiegend Stillleben und italienische Landschaften, die sich in ihrer nüchternen Darstellungsweise an der "Neuen Sachlichkeit" orientieren. 1933 wird er als Professor an die Kunstakademie Berlin berufen, kann aber aus gesundheitlichen Gründen dort nur bis 1936 lehren. Unter dem NS-Regime gelten seine Werke als "entartet" und werden 1937 beschlagnahmt.
Am 24. Januar 1939 erliegt Alexander Kanoldt einem Herzleiden.