1892 Marienburg (Westpreußen) - 1960 Berlin
naturalistischen Wiedergabe des Geschehens und verleiht den Einzelformen eine Struktur und eine gesteigerte Plastizität.
Da ab 1940 deutsche Truppen Norwegen besetzen, beginnt für den Künstler eine schwierige Zeit. Er steht unter Beobachtung der deutschen Sicherheitspolizei. Es wird ihm nach Kriegsende vorgeworfen, dass er als deutscher Spion in Norwegen arbeiten würde. Hierfür wurde er ab 1945 in Untersuchungshaft genommen.
Erst 1948 kann er nach großen Anstrengungen mit seiner vierten Frau Else Eckhardt in die USA, nach New York emigrieren. Nach seiner Ankunft in New York wendet sich Krauskopf an George Grosz, der bereits seit 1933 in dieser Stadt lebt. Er ermöglicht ihm den Kontakt zu dem Galeristen Weyhe, der seine Arbeiten bis 1954 präsentiert. Seinen künstlerischen Stil verändert er zur abstrakten Malerei hin. Die auf den Kubismus zurückgehende Zerstückelung von Volumen und die prismatische Aufspaltung der Flächen sind wichtige stilistische Mittel, mit denen sich Krauskopf im Laufe der fünfziger Jahre beschäftigt.
1959 löst er sein Atelier auf und kehrt endgültig nach Berlin zurück. Die letzten Monate seines Lebens verbringt er in einer Klinik in Berlin-Lietzensee, wo er am 23. Dezember 1960 stirbt.