Franz Heckendorf

1888 Berlin - 1964 München

Der gebürtige Berliner studierte am Kunstgewerbemuseum und der Akademie seiner Heimatstadt und stellte bereits 1909 in der Berliner Sezession aus. Als Kampfflieger an der Ostfront während des Ersten Weltkriegs hatte er Gelegenheit die Landschaften am Balkan, Bosporus und Tigris zu studieren und nahm davon Motive in seine Bildwelt auf. Der zunächst dem Impressionismus verpflichtete Künstler entwickelte seinen eigenen Stil, der dem Expressionismus nahe steht. Das reine Lokalkolorit der einzelnen Farbwerte, die Betonung und Ausdruckskraft der Konturen, die Dynamik in Pinselduktus und Komposition zeichnen seine reifen Werke aus, in denen es ihm nicht um eine naturalistische Wiedergabe geht, sondern um eine gesteigerte Darstellung eines Natureindruckes. Neben der Ölmalerei, pflegte Heckendorf auch das Pastell und das Aquarell und arbeitete ebenso als Graphiker. Nachdem seine Kunst im Dritten Reich als „entartet“ galt, konnte er nach dem Krieg zunächst an der Wiener Akademie und dann in Salzburg als Professor wirken. Bis zu seinem Tod am 17. August 1965 arbeitete er in München.