1886 München - 1971 München

Ludwig Bock wurde am 17. Oktober 1886 in der Münchener Briennerstraße geboren. Zu den frühen Förderern des Arztsohnes gehörte Franz von Defregger, ein Patient des Vaters.

Der Landschafts- Blumen-, Stillleben-, und Aktmaler begann seine künstlerische Ausbildung sodann an der privaten Akademie bei Heinrich Knirr, ab 1906 absolvierte er ein Studium an der Münchener Akademie bei Heinrich von Zügel. Bereits 1908 und 1909 wurde ihm für sein Können die bronzene und silberne Medaille der Münchner Akademie verliehen.

Eine Reise nach Paris im Jahre 1913, auf der er die französische Moderne studierte, beeinflusste ihn nachhaltig. So löste er sich in den Folgejahren deutlich vom Stil Zügels hin zu einer expressiven, auf scharfe Konturen und leuchtende Farbigkeit basierenden Malerei. 1917 wurde der Künstler Mitglied der Sezession. 1920 wurde das erste Gemälde Bocks von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angekauft. 1927 erhielt er den Professorentitel. Er schuf nun fast ausschließlich Stillleben, die sich in seiner späteren Zeit an die Malweise von Carl Schuch anlehnten. 1929 erhielt er den Rom Preis für die Villa Massimo.

Nach Kriegsende war Bock an der Wiederbegründung der Münchner Sezession beteiligt und stellte dort regelmäßig mit aus. 1952 erhielt er den Kunstpreis der Stadt München. 1971 verstarb der Künstler in München.