1898 Dresden - 1983 Feldwies/Chiemsee

Arnold Balwé, Sohn eines holländischen Konsuls, wurde am 29. März 1898 in Dresden geboren. Seine frühe Jugend verbrachte er in Durban, an der Ostküste Südafrikas. Ein einjähriges Landwirtschaftspraktikum führte ihn 1917 nach Niederbayern, wo er Elisabeth Staimmer (1896-1973) begegnete, die er Jahre später heiraten wird. Ab 1920 studierte er zunächst an der Akademie in Antwerpen, unterbrach aber für eine einjährige Bildungsreise nach Rom und Italien. Erst 1922 führte ihn sein Weg nach München, um dort sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste bei dem Lehrer Karl Caspar (1879- 1956) fortzusetzen und es 1927 mit Auszeichnung zu beenden.
Balwé, Kosmopolit und „Globetrotter“ bereiste Europa Zeit seines Lebens. Studienreisen führten ihn alljährlich in sein Vaterland Holland und in sämtliche benachbarten Länder. An diesen Orten fand er all jene Sujets, die im Laufe seines Lebens unzählige Leinwände füllen sollten.
Arnold Balwé gilt als bedeutendster und erfolgreichster Schüler von Karl Caspar (1879-1956). Sowohl vor als auch nach dem 2. Weltkrieg nahm er an vielen wichtigen und großartigen Ausstellungen in ganz Deutschland teil. Am 20. Januar 1983 starb der Künstler mit 84 Jahren in Feldwies am Chiemsee.
Die Besonderheit seiner Gemälde liegt in ihrer positiven Ausstrahlung. Dies ist gleichwohl auf die „Lesbarkeit“ seiner Darstellungen zurück zuführen, als auch auf die verwendeten Farben und den trockenen pastosen Farbauftrag, welche einen Eindruck von „immerwährender Frische“ vermitteln.


Arnold Balwé was born in 1898 in Dresden, where his father served as the Dutch consul. He died in 1983. He enrolled at the Antwerp Academy in 1920, later moving to Munich to take up studies at the Academy of Fine Arts under Karl Caspar (1879-1956). He completed his studies with distinction in 1927. He travelled extensively in Europe, making regular study trips to his native Holland and neighbouring countries. It was on these trips that he was to discover the rich variety of motifs that recur in his oeuvre. He exhibited widely in Germany between the wars and after the Second World War. His paintings are rich with positive energy. This is attributable both to the ‘readability’ of his subjects and to the colouristic impact of his work, which leaves the viewer with an impression of ageless freshness. Balwé died at the age of eighty-four in Feldwies, a small town on the Chiemsee, the largest lake in Bavaria.