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Er begann seine künstlerische Ausbildung bei G. Micheli in Livorno und setzte sie an der Akademie in Florenz fort. Es folgten längere Aufenthalte in Rom und Venedig. Nachdem er sich 1906 in Paris niedergelassen hatte, war er zunächst künstlerisch von Toulouse-Lautrec, Rouault und Picasso aber auch von Cézanne beeinflusst. Seine Freundschaft mit Constantin Brancusi weckte Modiglianis Begeisterung für Skulpturen. Es entstanden vor allem einfache, lineare, vom Kubismus beeinflusste Köpfe. Die meisten dieser Arbeiten warf er 1913 in Livorno in den Stadtkanal. Nach 1915 widmete er sich hauptsächlich der Malerei. Das Interesse für die Bildhauerei blieb jedoch auch in seiner Malerei in den flachen, maskenhaften Gesichtern und Körpern und der Betonung der Linie erkennbar. Die Körper seiner Figuren sind stets extrem lang gestreckt, die Gesichter zeigen melancholische, teilweise auch leicht manierierte Züge. Seine Zeichnungen sind aufgrund der zarten Linienführung besonders reizvoll.
Heute gelten seine anmutig zarten Porträts und Akte als unverwechselbar, aber zu Lebzeiten erkannte, abgesehen von einigen seiner Malerfreunden, niemand sein einmaliges Talent. Der aufgrund seiner besonderen Schönheit von Frauen umschwärmte Künstler führte ein Bohemienleben par excellence und musste dabei stets gegen Armut und seine chronische Krankheit ankämpfen. Im Alter von 35 Jahren starb er an Tuberkulose und an den Folgen seiner Trink- und Drogenexzesse. Eine weitere tragische Variante lieferte der Selbstmord seiner hochschwangeren Lebensgefährtin Jeanne Hébuterne in der Nacht nach Modiglianis Tod. Nachdem der Künstler zu Lebzeiten kaum ein Werk verkaufen konnte setzte bereits kurz nach seinem und Jeannes frühem Tod ein enormes Interesse für seine Kunst ein.
Belgien, Königliches Museum der Schönen Künste, Antwerpen
CH, Sammlung Walter Hardorn, Bern
Italien, Pinacoteca di Brera, Mailand
Sammlung Gianni Mattioli
UK, Courtaud Insitute of Art, London
USA, Metropolitan Museum, New York
USA, Museum of Modern Art, New York
USA, Perls Gallery, New York
USA, Sammlung Ritter, New York
USA, Art Institute of Chicago, Chicago
Brasilien, Museu de Arte Contemporanea da Universidade de Sao Paulo
Brasilien, Museu de Arte, Sao Paulo
Amedeo Modigliani
* 1884, Livorno 1920, Paris
- Biography
- Museums and Collections
- Literature
* 1884, Livorno, 1920, Paris
(We are sorry, currently only the German version is available)
Der am 12. Juli 1884 in Livorno geborene Amedeo Modigliani schlug zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Paris einen eigenständigen künstlerischen Weg ein.Er begann seine künstlerische Ausbildung bei G. Micheli in Livorno und setzte sie an der Akademie in Florenz fort. Es folgten längere Aufenthalte in Rom und Venedig. Nachdem er sich 1906 in Paris niedergelassen hatte, war er zunächst künstlerisch von Toulouse-Lautrec, Rouault und Picasso aber auch von Cézanne beeinflusst. Seine Freundschaft mit Constantin Brancusi weckte Modiglianis Begeisterung für Skulpturen. Es entstanden vor allem einfache, lineare, vom Kubismus beeinflusste Köpfe. Die meisten dieser Arbeiten warf er 1913 in Livorno in den Stadtkanal. Nach 1915 widmete er sich hauptsächlich der Malerei. Das Interesse für die Bildhauerei blieb jedoch auch in seiner Malerei in den flachen, maskenhaften Gesichtern und Körpern und der Betonung der Linie erkennbar. Die Körper seiner Figuren sind stets extrem lang gestreckt, die Gesichter zeigen melancholische, teilweise auch leicht manierierte Züge. Seine Zeichnungen sind aufgrund der zarten Linienführung besonders reizvoll.
Heute gelten seine anmutig zarten Porträts und Akte als unverwechselbar, aber zu Lebzeiten erkannte, abgesehen von einigen seiner Malerfreunden, niemand sein einmaliges Talent. Der aufgrund seiner besonderen Schönheit von Frauen umschwärmte Künstler führte ein Bohemienleben par excellence und musste dabei stets gegen Armut und seine chronische Krankheit ankämpfen. Im Alter von 35 Jahren starb er an Tuberkulose und an den Folgen seiner Trink- und Drogenexzesse. Eine weitere tragische Variante lieferte der Selbstmord seiner hochschwangeren Lebensgefährtin Jeanne Hébuterne in der Nacht nach Modiglianis Tod. Nachdem der Künstler zu Lebzeiten kaum ein Werk verkaufen konnte setzte bereits kurz nach seinem und Jeannes frühem Tod ein enormes Interesse für seine Kunst ein.
(We are sorry, currently only the German version is available)
BRD, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, DüsseldorfBelgien, Königliches Museum der Schönen Künste, Antwerpen
CH, Sammlung Walter Hardorn, Bern
Italien, Pinacoteca di Brera, Mailand
Sammlung Gianni Mattioli
UK, Courtaud Insitute of Art, London
USA, Metropolitan Museum, New York
USA, Museum of Modern Art, New York
USA, Perls Gallery, New York
USA, Sammlung Ritter, New York
USA, Art Institute of Chicago, Chicago
Brasilien, Museu de Arte Contemporanea da Universidade de Sao Paulo
Brasilien, Museu de Arte, Sao Paulo
(We are sorry, currently only the German version is available)
Literatur (Auswahl) Parisot, Christian: Amedeo Modigliani. Itinerario, Paris/Livorno 1996 Vollmer, Hans: „Modigliani, Amedeo“, in: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts, hrsg. von Hans Vollmer, Bd. 3: K-P, Leipzig 1956, Reprint München 1992, S. 403-404