Sonderausstellung

"ZERO – Kunst der europäischen Avantgarde"

Bis zum 31. Juli präsentiert die Galerie Schüller im Rahmen einer Sonderausstellung ZERO-Arbeiten aus der Auflösung einer bedeutenden süddeutschen Privatsammlung. Wir sehen dies als spannendes Experiment und ebenfalls als transitorischen Moment, um unser Galerieprogramm zu erweitern und Sammler dieser überaus beliebten Kunstströmung anzusprechen. Die Kunstobjekte von Agostino Bonalumi, Enrico Castellani, Turi Simeti und weiteren namhaften ZERO-Künstlern vereinen puristische Ästhetik, raumgreifende Reliefs mit optischen Effekten und machen den Prozess des Beschauens zu einer Seh-Erfahrung.

ZERO, die Künstlergruppe aus den späten 1950er und 1960er Jahren, gehört zu den bedeutendsten Avantgardebewegungen des letzten Jahrhunderts. Ihr Ausgangspunkt war Düsseldorf, ihre langfristige Wirkung weltweit. Die aufgeschnittenen Leinwände von Lucio Fontana, die kraftvollen Nagelobjekte von Günther Uecker, aber auch die Farbexperimente von Heinz Mack und Otto Piene – die Werke dieser Künstler haben einen festen Platz in den Museen moderner Kunst. Mit einfachen Mitteln wurde der Bildträger manipuliert und das traditionelle Tafelbild zum „Bild-Objekt“ gewandelt.

Losgelöst vom kaum zu schulternden Ballast des Zweiten Weltkriegs beschwor man mit diesen Objekten ein Moment des Schweigens und der Stille herauf, eine Zwischenzone, in der ein alter Zustand in einen neuen übergeht. Trotz oder vielleicht auch wegen der über 50-jährigen Distanz zu dieser gesellschaftlich wie auch künstlerisch geprägten Aufbruchsphase der „Nach-Nachkriegszeit“ vermitteln die Werke auch heute noch die Faszination des künstlerisch-visuellen Experiments und die Radikalität des Neuanfangs („Stunde Null“), dem die Bewegung ihren Namen verdankt.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ausstellungskataloge

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Vergangene Ausstellungen

2019

Sonderhängung 
OSKAR MULLEY UND ARNOLD BALWÉ 

Impressionen des Winters

Seit über 35 Jahren zeigt die Galerie Schüller alpine Landschaften als Bestandteil der Süddeutschen Malerei. Die monumentalen Bergwelten des österreichischen Künstlers Oskar Mulley (1891 – 1949) gehören deshalb seit langem zum Portfolio der Galerie. Die Tiefenwirkung seiner Gemälde lässt den Betrachter in dramatische Bergwelten mit steilen Abhängen, verschneiten Berggipfeln und menschenleeren Höhenlandschaften eintauchen. Die kühlen Blau- und Grau-Schattierungen in der für Mulley typischen groben Spachteltechnik vermitteln besonders eindrücklich die klirrende Kälte des alpinen Winters. 

Auch im Oeuvre des Künstlers Arnold Balwé (1898 – 1983) spielen die Berge eine Rolle, jedoch als Kulisse für seine weiten Landschaften. Schon früh lässt sich der Künstler am Chiemsee nieder, wo er sein persönliches Naturparadies findet, das Gegenstand seiner zahlreichen Gemälde wird. Balwés künstlerische Mittel, um eine winterliche Atmosphäre zu zaubern, sind sein expressiver Duktus, die kühlen frischen Farben, der trockene pastose Farbauftrag und der Einsatz starker Kontraste von Licht und Schatten. 

Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich verzaubern von unserer winterlichen Sonderhängung dieser beiden Künstler in der Galerie Schüller.

2018

KARL SCHMIDT-ROTTLUFF 

Zwei Meisterwerke – eine Holztafel
Die Hagener Sammlung Franz Zöllner


Als wir die ersten Aquarelle von Karl Schmidt-Rottluff aus der Sammlung Franz Zöllners erstmals in Händen hielten, spürten wir Großes. Wir ahnten aber nicht, welch bedeutendes Geschenk aus dieser Sammlung noch auf uns zukommen würde: die beiden Gemälde Katholische Probsteikirche St. Patrokli, Soest und Dame mit Hut von Karl Schmidt-Rottluff.

Als zentrale Werke des Malers sind sie eine herausragende Entdeckung in der mehr als 35-jährigen Geschichte unserer Galerie. Diese beiden Hauptwerke des Mitgründers der Künstlergruppe Brücke kommen aus einer bedeutenden deutschen Privatsammlung. Es sind wahre Juwelen einer Expressionisten-Sammlung, die sich aus einem sehr intensiven und persönlichen Kontakt des Sammlers zu den Brücke-Künstlern, so auch zu Karl Schmidt-Rottluff, aufbaute.

Die beiden Ölgemälde erscheinen nun erstmalig auf dem Kunstmarkt, sind also marktfrisch sowie von einmaliger musealer Qualität und einzigartiger Schönheit. Gerade diese außerordentliche Stellung macht sie unvergleichlich. Umso wichtiger war uns eine grundlegende wissenschaftliche Beurteilung der Gemälde. Die Ergebnisse dieser fundierten Auseinandersetzung mit den Werken und den Quellen erscheinen in einer begleitenden Publikation. Sie sollen Ihnen einen exklusiven Einblick in zwei einzigartige Gemälde und zwei einzigartige Persönlichkeiten geben – den Künstler und seinen Sammler.

Neuerwerb 2018

Pünktlich zum Münchner Kulturherbst präsentieren wir Ihnen in unseren Ausstellungsräumen die Neuerwerbungen des letzten Jahres. Wir zeigen eine beinahe programmatische Werkschau unseres aktuellen Galerierepertoires mit Exponaten von gewohnt herausragender Qualität und bester Provenienz. Wieder im Programm sind Gemälde von Gabriele Münter, Paula Modersohn-Becker, Pablo Picasso und Arnold Balwé, zu welchen Sie Näheres beim Durchblättern unseres Katalogs erfahren können. 

Gerne führen wir Sie bei Ihrem Besuch persönlich durch die Ausstellung vorbei an hochkarätigen Kunstwerken der prominentesten Künstlerpersönlichkeiten der Klassischen Moderne. Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Kommen!

OSKAR MULLEY. Ein Leben in Bildern.

Oskar Mulley wirft mit seinen Gemälden die Frage nach der menschlichen Existenz und deren Behauptung gegenüber drohenden Naturgewalten auf. Gleichzeitig strahlen die monumentalen Werke große Tiefe, Ruhe und Kraft aus. Hochgelegene Bergdörfer, Bauernhöfe und Kapellen rückt der Künstler in seinen Kompositionen an den Rand steiler Abhänge und erzeugt so die den Bildern eigene Dramatik.

Während die Tiefenwirkung dieser Werke, den Betrachter in die Welt der Berge eintauchen lässt, ermöglichen Fotografien Einblicke in das Leben und das Umfeld des Künstlers. Fotos von Stationen und Momenten aus Mulleys Zeit an der Akademie in Wien, aus Kufstein und seinen späteren Jahren in Garmisch-Partenkirchen zeichnen das Bild eines sich selbst bewussten Menschen und Malers.

2017

Kunst ist unser Leben –
35 Jahre Galerie Schüller

„Wie sind Sie zur Kunst gekommen?“, diese Frage wird Wolfgang Schüller immer wieder gestellt. Ein Jubiläum ist ein guter Anlass, dies zu beantworten, schließlich ist die Entstehungsgeschichte unserer Galerie recht ungewöhnlich. Daher erzählt Wolfgang Schüller in unserem Jubiläumskatalog sehr persönlich über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft unserer Galerie.

Unsere Leidenschaft für Kunst ist der Antrieb, die „Schatzkammer“ unserer Galerie immer wieder neu zu füllen, mit hochwertigen Kunstwerken bester Provenienz. Deshalb stehen auch unsere aktuellen Neuerwerbungen im Mittelpunkt unserer Jubiläumsausstellung, die wir in unseren Räumen und im Jubiläumskatalog zeigen. Zu jedem Werk können Sie Bemerkenswertes in unserem Katalog nachlesen. Gerne führen Sie auch bei Ihrem Besuch in unserer Galerie persönlich durch die Ausstellung. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Genuss mit allen Sinnen –
Max Lacher in München

So lebensfreudig und mannigfaltig talentiert der Münchner Künstler Max Lacher zu Lebzeiten ist, so humorvoll und breit gefächert präsentiert sich sein Oeuvre. Fresko, Stuccolustro und Glasurkeramik. Mischtechnik, Radierung und Monotypie. Steinintarsie, Glasschliff und Hinterglasmalerei. Diese bildnerischen Techniken veranschaulichen nur beispielhaft die technische Vielfältigkeit und Versiertheit des experimentierfreudigen Künstlers. 

Unvergesslich hat sich Max Lacher in das Münchner Stadtbild gearbeitet und erfährt, von tausenden Besuchern täglich gesehen, in den letzten Jahren zunehmend an öffentlicher Wertschätzung. Seien es die dekorativen Reiterfresken der Alten Hauptpost an der Münchner Staatsoper, die Fassade des Donisl am Marienplatz oder das Apokalypse-Fenster im Münchner Frauendom. Damit nennen wir nur ein paar seiner zahlreichen Werke im öffentlichen Raum, mit denen Max Lacher das Münchner Stadtleben mit Herz, Charme und Humor bereichert hat. 

Die in unserer Schau gezeigten Arbeiten auf Leinwand, Karton, Papier und Glas sind wie dafür geschaffen, den historischen Zeitgeist in unsere heutigen Wohnräume zu transportieren und uns auch hier mit allen Sinnen zu berühren.

Ein Rendezvous mit Malerinnen der Jahrhundertwende

Ein Studium an einer europäischen staatlichen Kunstakademie war für Frauen um 1900 nicht möglich. Teure Privatschulen und Privatlehrer, waren die einzige Möglichkeit sich zur Kunstmalerin ausbilden zu lassen. Meist ernteten die Malerinnen für ihre Arbeit nur Hohn und in der Öffentlichkeit wurden sie spöttisch „Malweiber“ genannt. Wille, Energie und Unbeirrbarkeit waren nötig, um den Beruf der Künstlerin zu erlernen und auszuüben. In den Biografien von Gabriele Münter, Paula Modersohn-Becker und Käthe Kollwitz erkennen wir diese Charaktereigenschaften. Diese Malerinnen sind, trotz ihrer unterschiedlichen Darstellungsweisen, beispielhafte Zeuginnen ihrer Zeit. Die Werke dieser Künstlerinnen, die wir in der Galerie präsentieren, weisen Zusammenhänge zwischen den Lebenssituationen und dem bildhaft Dargestellten auf. Bei einem Besuch in unserer Galerie, wird unsere Kunsthistorikerin Ihnen gerne diese Verbindungen erläutern.

2016

Faszination Farbe – Hans Purrmann ins Licht gerückt

02.12.2016 – 30.04.2017

Zum 50. Todestag eines der bedeutendsten Koloristen des 20. Jahrhunderts rücken wir Werke des Malers in neues Licht. Wir spüren Zusammenhänge zu den großen Impressionisten wie Max Liebermann und Lovis Corinth auf ebenso wie zu Vertretern der Künstlervereinigung „Scholle“. 

2015

Herbstausstellung 2015  – Alles bleibt ganz anders.

19.11.2015

Nach dem Umbau zeigen wir die neuen Räumlichkeiten der Galerie und präsentieren die Neuerwerbungen.

2014

Herbstausstellung 2014 - Sonderausstellung Bergwelten

04.11.2014 – 31.01.2015

Die alpine Bergwelt Mulleys und Waldes wird der asiatisch inspirierten Bergwelt Werner Hahns gegenübergestellt. Das klassische Tafelbild der westlichen Welt wird mit dem Rollbild der östlichen Hemisphäre konfrontiert. 

2014

Richard Strauss - Otto Pippels malerische Hommage an die Musik

06.06.2014 – 02.08.2014

Ausstellung "Richard Strauss - Otto Pippels malerische Hommage an die Musik" und Neuerwerbungen der Galerie mit Werken von Marc Chagall, Franz Marc, Gabriele Münther, Paula Modersohn Becker u.a.m.