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Otto Dix
* 1891, Untermhaus / Gera 1969, Singen
- Biografie
* 1891, Untermhaus / Gera, 1969, Singen
Ein Stipendium des Fürsten von Reuß ermöglichte Dix das Studium an der Kunstgewerbeschule in Dresden, wo er mit avantgardistischen Formen experimentierte. Dix meldete sich im Ersten Weltkrieg freiwillig zum Kriegsdienst. Das erlebte Grauen wird zum Grundbestandteil seiner Kunst. Nach der Rückkehr nach Dresden gründet er 1919 gemeinsam mit Conrad Felixmüller (1897-1977) die „Gruppe 1919“ der Dresdner Sezession. 1923 heiratete er Martha Lindner. Zwischen 1925 und 1927 lebte und arbeitete Dix wieder in Berlin, wo seine kritisch-analytische Malerei ihren Höhepunkt erreicht. Das Jahr 1926 verzeichnet zwei wichtige Einzelausstellungen: Bei Neumann-Nierendorf in Berlin und in der Galerie Thannhäuser in München. Von 1927 bis 1933 erhielt Dix eine Professur an der Kunstakademie in Dresden. Nach der Machtergreifung 1933 war Dix einer der ersten Kunstprofessoren, die durch die Nationalsozialisten entlassen werden. Ab 1937 wurden seine Werke von den Nationalsozialisten als „entartete Kunst" diffamiert. Im Jahr 1945 wurde er zum Volkssturm eingezogen und geriet in französische Kriegsgefangenschaft, aus der er im Februar 1946 nach Hemmenhofen zurückkehrte. Nach Kriegsende blieb Dix bis zu seinem Tod ein Außenseiter zwischen den sich auch künstlerisch mehr und mehr voneinander entfernenden deutschen Staaten.Dix starb am 25. Juli 1969 nach einem zweiten Schlaganfall in Singen am Hohentwiel.