
Werke von Leo Putz sind von Anbeginn bedeutender Bestandteil des Galerieprogramms. Dr. Helmuth Putz, Sohn von Leo Putz, der das Werkverzeichnis seines Vaters erarbeitete, sowie dessen Sohn Leo, sind gern gesehene Besucher bei Wolfgang Schüller. Sie kamen, um die Arbeiten des Künstlers für das Werkverzeichnis zu fotografieren und zu inventarisie- ren. Insofern ist auch die Galerie Schüller, respektive Wolfgang Schüller, maßgeblich an der Erstellung des Werkverzeichnisses von Leo Putz, das 1994 publiziert wurde und erschienen ist, beteiligt. In den folgenden Jahren gibt es in der Galerie immer wieder Ausstellungen, die den Künstler Leo Putz in den Blick- punkt stellen. Ein großes Thema im künstlerischen Œuvre von Leo Putz ist die Darstellung des weiblichen Geschlechts. Es ist die Wieder- gabe makelloser Frauengestalten, die den bekanntesten Ver- treter der Künstlervereinigung „Scholle“ faszinieren. In unver- gleichlicher Weise hält er sie auf seinen Leinwänden fest. Beispielhaft ist das hier abgebildete Gemälde „Herbstsonne“ aus dem Jahr 1909, das vermutlich seine Lebensgefährtin und spätere Ehefrau Frieda Blell zeigt. Dieses Gemälde ist nicht nur wegen seines Motivs, der Art der bildnerischen Darstellung oder seiner Bildmaße (140 x 150 cm) ein außergewöhnliches Werk, sondern auch deshalb, weil es sich bis es zu seinem Wie- derverkauf durch die Galerie Schüller in Familienbesitz befand. Die noch erhaltene originale Rechnung von „Josef Brakls Moder- ner Kunsthandlung“ in München vom 8. Juli 1910 belegt, dass für das Gemälde der Betrag von 5.500 Mark bezahlt wurde. Dem Kunsthändler Josef Brakl blieben davon 500 Mark. 1984 Leo Putz (1869 – 1940) Herbstsonne,1909 * Verkauft